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Black Country Communion

Rezension von Ernesto Palmieri, 2011

Irgendwie habe ich immer ein bisschen Angst davor, wenn sich zu viel Kompetenz zusammenschliesst, um gemeinsam Musik zu machen. Das hier ist so ein Fall, den ich mit gemischten Gefühlen sehe. Black Country Communion besteht samt und sonders aus musikalischen Schwergewichten. Da wären der aktuelle weisse Bluesgitarrengott Joe Bonamassa, ExDeep-Purple-Basist und Sänger Glenn Huges, Drummer Jason Bonham(jawohl der Sohn von Led Zeppelin Legende  John Bonham) und der Keyborder Derek Sherianian, vorher unter anderem im Dienste von Dream Theater und Billy Idol unterwegs. Das vorliegende Album ist – beim Titel mag das nicht unbedingt überraschen – das zweite des illustren Quartetts und steht ein Jahr nach dem Erstling in de Regalen.

Das Album vermag sicherlich die Erwartungen vieler zu erfüllen, und genau das ist das Problem. Supergroups haben meiner Meinung nach fast immer das Problem, all das musikalische Testosteron kaum unter einen Hut zu bekommen, was zulasten des Schlüssigkeit des Ergebnisses geht. So ganz frei davon ist auch dieses Album nicht. Klar, jeder Beteiligter ist ein Spitzenkönner seines Fachs, so richtig miteinander musizieren die Herren jedoch nur auf einem kleinsten gemeinsamen Nenner.

Erfreulich ist, dass Joe Bonnamassa den Blues hier etwas tiefer in den Schrank hängt und klassischen Rockmotiven freien Lauf lässt. Was er einfach nicht tun sollte , ist singen. Zumindest dann nicht,  wenn er einen diesbezüglich ungleich charismatischeren Mitstreiter wie Glenn Hughes  neben sich stehen hat.

Alle elf Titel sind ein wenig verspielte Rocknummern, die mehr vom Neben-denn vom Miteinander leben und bei denen die diversen Soli immer ein bisschen zu lang geraten sind.

Die elf Titel teilen sich vier Seiten einer sauberen 180 Gramm-Pressung.

Etwas überschwer und von aneckenden Egos geprägt, zweifellos aber mit Klasse gesegnet.

I Like Musik ERNESTO PALMIERI

Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=P8xC2QT6uWM

Black Country Communion

– 20. Januar 2011 –